Volume Imbalance MT5
- Indikatoren
- Agus Santoso
- Version: 1.0
- Aktivierungen: 5
MT4-Version: https://www.mql5.com/en/market/product/157433
MT5-Version: https://www.mql5.com/en/market/product/167286
Volume Imbalance ist ein schlankes Visualisierungstool für Volumenprofile und Delta-Imbalance. Es hilft Ihnen, Preiszonen mit hoher Aktivität, Richtungsdruck und „leere“ Preisbereiche innerhalb eines konfigurierbaren Betrachtungszeitraums zu erkennen.
Im Gegensatz zu klassischen Volumenprofilen, die nur das Gesamtvolumen anzeigen, unterteilt dieser Indikator jedes Preisniveau in:
Bullenvolumen (Kaufdruck) – geschätzt anhand bullischer Kerzen (Schlusskurs > Eröffnungskurs)
Bärenvolumen (Verkaufsdruck) – geschätzt anhand bärischer Kerzen (Schlusskurs ≤ Eröffnungskurs)
Das Ergebnis ist ein übersichtliches, an TradingView angelehntes Profil, das rechts im Chart angezeigt wird, sowie ein Delta-Übersichtsfeld, das die prozentuale Ungleichgewichtsdifferenz (Δ%) über die Preissegmente hinweg darstellt. So erkennen Sie leicht, wo Käufer oder Verkäufer dominiert haben.
Es hebt außerdem Nullvolumenzonen hervor (Preisabschnitte ohne Volumen innerhalb des ausgewählten Zeitraums), die als Liquiditätslücken fungieren können, in denen sich der Kurs schnell bewegen kann.
Hinweis: Bei Forex/CFD-Symbolen verwendet der Indikator das Tickvolumen (vom Broker bereitgestellt). Das Delta ist eine Schätzung basierend auf der Kerzenrichtung (nicht das tatsächliche Bid/Ask-Footprint-Delta).
Hauptmerkmale: Volumenprofil nach Preisniveaus
Erstellt ein Histogramm über die Preisabschnitte innerhalb des ausgewählten Zeitraums. Volumenaufteilung nach Bullen- und Bärenmarkt
Jedes Niveau ist in zwei Teile unterteilt:
Bullenmarkt (blau) = Volumen der bullischen Kerze
Bärenmarkt (orange) = Volumen der bärischen Kerze
Erkennung und Zusammenführung von Nullvolumenzonen
Erkennt automatisch zusammenhängende Abschnitte ohne Volumen und führt sie zu bereinigten Blöcken zusammen.
Delta-Übersichtspanel (Δ%)
Ein kompaktes Panel auf der rechten Seite, das die Stärke des Marktungleichgewichts anhand vertikaler Segmente anzeigt:
Grün = Käuferdominanz
Rot = Verkäuferdominanz
Vollständig anpassbar: Blick zurück, Zeilen, Breite, Quellpreis, Delta-Segmente, Farben, minimale Delta-Balkengröße und mehr.
Eingabeerklärung (einfach)
Profileinstellungen
Blick zurück (Balken): Anzahl der analysierten Kerzen.
Zeilen: Anzahl der Preisintervalle (höher = detaillierter).
Preisquelle: Kerzenpreis, der zur Volumenzuordnung zu einem Intervall verwendet wird (Schlusskurs/Eröffnungskurs/Typischer Kurs usw.).
Profilgestaltung
Profilbreite (Balken): Länge des rechts neben dem Chart angezeigten Profils.
Bullen-/Bären-/Zonenfarben: Visuelles Design anpassen.
Delta-Übersicht
Übersichtsabschnitte: Anzahl der vertikalen Segmente für die Δ%-Berechnung.
Übersichtsbreite: Breite des rechts angezeigten Delta-Panels.
Abstand zum Profil: Abstand zwischen Profil und Delta-Panel. Delta-Text anzeigen: Zeigt die Bezeichnung „Δ xx,x %“ auf jedem Segment an.
Delta-Styling
Positive/Negative Farben
Neutraler Hintergrund (optional)
Mindestgröße: Sorgt dafür, dass Delta-Balken auch bei geringem Ungleichgewicht sichtbar bleiben.
Funktionsweise (Konzept)
Der Indikator analysiert die letzten Lookback-Kerzen und ermittelt das höchste Hoch und das niedrigste Tief.
Dieser Bereich wird in gleich große Preisintervalle unterteilt.
Für jede Kerze wird das Tick-Volumen basierend auf Ihrer Preisquelle dem entsprechenden Intervall zugeordnet.
Das Volumen wird unterteilt in:
Bullenvolumen (Schlusskurs > Eröffnungskurs)
Bärenvolumen (Schlusskurs ≤ Eröffnungskurs)
Die Histogrammbreite wird anhand des Intervalls mit dem höchsten Volumen normalisiert.
Gezeichnet werden:
Volumenprofilbalken (Bullen + Bären)
Null-Volumen-Zonen
Delta-Übersicht (Δ %)
Anwendung (Schritt für Schritt)
1) An Chart anfügen
Öffnen Sie ein beliebiges Symbol und einen beliebigen Zeitrahmen.
Ziehen Sie „Volumenungleichgewicht“ auf den Chart.
Empfohlene Zeiträume: M5–H1 für Intraday-/Scalping, H4–D1 für Swing-Trading.
2) Lookback und Zeilen festlegen
Empfohlene Startpunkte:
Scalping (M5–M15): Lookback 150–300, Zeilen 40–70
Intraday (M15–H1): Lookback 200–500, Zeilen 50–100
Swing (H4–D1): Lookback 300–800, Zeilen 60–120
3) Profil analysieren
Dicke Kursniveaus = höhere Aktivität/höhere Akzeptanz.
Dünne Kursniveaus = geringe Aktivität/schnelle Übergänge.
4) Delta (D%) analysieren
Positives D% (grün) = Käufer dominierten in dieser Zone.
Negatives D% (rot) = Verkäufer dominierten in dieser Zone.
Starke Ungleichgewichtszonen entwickeln sich oft zu Schlüsselbereichen für Retests oder Ausbrüche.
5) Nullvolumenzonen nutzen
Diese Zonen stellen Bereiche mit geringer Liquidität/keiner Aktivität innerhalb Ihres Lookbacks dar.
Der Kurs kann diese Bereiche besonders nach einem Ausbruch schneller durchlaufen (ähnlich einer Kurslücke).
Praktische Handelstipps (keine Finanzberatung):
Unterstützungs-/Widerstandsbestätigung:
Bereiche mit hohem Volumen decken sich häufig mit starken Unterstützungs-/Widerstandsniveaus.
Ausbruchsbeschleunigung:
Ausbrüche in Bereiche mit geringem/Nullvolumen können sich schnell bewegen.
Bias-Filter:
Nutzen Sie die Delta-Zusammenfassung, um den Richtungsdruck vor dem Einstieg zu bestätigen.
Hinweise & Einschränkungen: Das Delta wird geschätzt (als Indikator für die Kerzenrichtung) und entspricht nicht dem tatsächlichen Orderflow-Delta.
Das Tick-Volumen hängt von der Qualität der Broker-Daten ab.
Ein extrem großer Lookback mit vielen Zeilen kann die Rechenlast auf älteren PCs erhöhen.
Empfohlene Standardeinstellungen (Gute Ausgangsvorlage)
Rückblick: 200
Zeilen: 50
Profilbreite: 50
Zusammenfassungsabschnitte: 20
Zusammenfassungsbreite: 20
Minimale Delta-Bruchzahl: 0,2
