Gold Session Range Signals
- Indikatoren
- Version: 1.0
- Aktivierungen: 10
Der Indikator zeichnet die Eröffnungsspanne einer Session – Hoch und Tief einer festgelegten Zeitspanne nach dem Beginn der Session – als Box. Schließt eine Kerze um einen aus dem ATR berechneten Abstand außerhalb, setzt er dort einen Pfeil und vier beschriftete Kurslinien. Diese vier Werte sind berechnete Größen aus einer offengelegten Formel, keine Empfehlung. Zeichnet er nichts, gibt er den Grund in Worten aus. Er ändert keine Position und greift nicht in das Konto ein.
Was auf dem Chart steht
So steht das Panel auf dem Chart:
GOLD SESSION RANGE SIGNALS
Symbol / TF GOLD M5
Session 10:00 Window closed
Range 4373.53 - 4381.41
Range / ATR 2.06 (0.50-3.00)
Signals Long 1 / Short 1
News Clear
Last Long setup 12:55 M5
Reference levels are calculated values, not recommendations.
Die Beschriftungen stehen auf Englisch, weil der Indikator seine Texte auf Englisch ausgibt.
„Session“ zeigt den Beginn nach Serverzeit an, „Window closed“ das Ende des Signalfensters für diesen Tag. Bei „Range“ steht das Tief vorn und das Hoch hinten: 4381,41 - 4373,53 = 7,88. Diese Breite, geteilt durch den ATR, ergibt den linken Wert von „Range / ATR“; die Klammer weist den zugelassenen Bereich aus, und der Wert liegt darin – deshalb wurde diese Session zugelassen. Bei „Signals“ lassen sich die Pfeile nach Richtung abzählen; mehr als einen je Richtung setzt der Indikator in einer Session nicht. „Clear“ meldet einen aktiven Kalenderfilter ohne laufende Ruhephase. Die letzte Zeile verschwindet nie: Sie erklärt die Kurswerte zu berechneten Größen. Auf dem Chart stehen dazu die Box „Opening range“, der Pfeil an der auslösenden Kerze und vier beschriftete Kurslinien.
Die vollständige Regel
Alle Werte entstehen aus diesen Zeilen:
ATR = iATR(InpAtrPeriod)
Margin = InpBreakAtr * ATR
RangeW = RangeHigh - RangeLow
InpMinRangeAtr * ATR <= RangeW <= InpMaxRangeAtr * ATR
Long setup Close[i] >= RangeHigh + Margin
Short setup Close[i] <= RangeLow - Margin
Entry = Close[i]
Stop reference = min(RangeLow, Entry - InpStopAtr * ATR)
Risk = Entry - Stop reference
Objective 1 = Entry + InpR1 * Risk
Objective 2 = Entry + InpR2 * Risk
„i“ ist die zuletzt abgeschlossene Kerze, „RangeHigh“ und „RangeLow“ sind Hoch und Tief der Eröffnungsspanne, „RangeW“ deren Breite, „Margin“ der Abstand, ab dem ein Schlusskurs als Ausbruch zählt. Ein Docht allein zählt nicht; ein genau getroffener Grenzkurs gilt als erreicht. In die Spanne gehen nur Kerzen ein, die vollständig in die festgelegte Zeitspanne fallen. Bei „Stop reference“ zählt nicht der kleinere Wert, sondern der von „Entry“ weiter entfernte. In der Gegenrichtung spiegelt sich die Rechnung: „Stop reference“ liegt oberhalb, die Kurse zu „Objective 1“ und „Objective 2“ werden von „Entry“ abgezogen.
Die Ungleichung zur Breite läuft genau einmal, sobald die Spanne feststeht; sonst gäbe das Panel für dieselbe Session zwei Antworten. Fehlt der ATR, rechnet der Indikator nicht ersatzweise mit null, sondern weist das aus. Eine übergangene Session behält ihre Box. Über die Entstehung eines Pfeils entscheiden drei Bedingungen: die Breite der Spanne, die Ruhephase um einen Wirtschaftstermin und die Grenze von einem Pfeil je Richtung und Session.
Ruhephasen um Wirtschaftstermine
Als Quelle dient ausschließlich der Wirtschaftskalender des Terminals. In den 15 Minuten vor und nach einer Veröffentlichung setzt der Indikator auf abgeschlossenen Kerzen keinen Pfeil; gefiltert wird nach Wichtigkeit und Land: US, EU, JP und GB einzeln, alles Übrige über die Eingabe „All other countries“. Einen Termin mit unbekanntem Ländercode protokolliert er, statt ihn stillschweigend zu übergehen. Die Ruhephase verschiebt ein Signal, sie löscht es nicht: Eine unterdrückte Kerze verbraucht die Grenze je Richtung nicht, und liegt der Kurs danach noch außerhalb der Spanne, entsteht der Pfeil dort. Sich überschneidende Termine fasst er zu einer Ruhephase mit der Uhrzeit der Wiederaufnahme zusammen.
News Suppressed until 15:45 (US High)
Für die Historie gilt dasselbe. Auf einem laufenden Terminal erfassten die Vorgabefilter 58 Veröffentlichungen; von den 212 abgeschlossenen Kerzen, die in die Ruhephasen fielen, trug keine einen Pfeil, während außerhalb weiter Pfeile entstanden. Das Prüffenster entstand eigenständig aus dem Kalender, ohne eine Funktion des Produkts zu benutzen.
Kein Repainting
Der Indikator repaintet nicht. An der entstehenden Kerze zeichnet er nichts, das letzte Element seiner Puffer bleibt leer. Ein gesetzter Pfeil bleibt auf derselben Kerze und auf demselben Kurs; weil die Ruhephasen auch auf die Historie wirken, ändert ein Wechsel des Zeitrahmens die Zahl der Pfeile nicht. Eine Neuberechnung ab 26 verschiedenen Neustartpunkten ergab keine Abweichung.
Wenn nichts gezeichnet wird
Bleibt der Chart leer, steht der Grund als Satz im Panel:
Range is wider than the maximum. This session is skipped.
Ebenso ausgewiesen werden eine Spanne, die nicht zustande kam oder zu schmal blieb, ein noch fehlender ATR, ein hier nicht abrufbarer Kalender und eine Eingabe außerhalb ihres Bereichs.
Der Beginn der Session folgt der Serverzeit
Eingetragen wird die Uhrzeit nach der Uhr des Handelsservers. Die Vorgabe ist auf einen Server mit GMT+3 ausgelegt; liegt Ihr Server anders, verschieben Sie die Uhrzeit um diese Abweichung.
Eingaben und Meldungen
So stehen die Gruppen im Reiter Eingaben:
Session / Signal / Reference levels / Economic calendar / Alerts / Display / Strategy Tester
Insgesamt sind es 31 Eingaben; über die Lage eines Pfeils entscheiden davon nur 7, und alle 7 stehen in der Formel: InpAtrPeriod, InpBreakAtr, InpMinRangeAtr, InpMaxRangeAtr, InpStopAtr, InpR1 und InpR2. Der Kalenderfilter entscheidet über das Erscheinen eines Pfeils, nicht über seinen Kurs. Einen Wert außerhalb seines Bereichs nennt der Indikator beim Namen und ersetzt ihn durch den Vorgabewert.
Gemeldet wird als Popup-Alarm, als Ton, als Push-Benachrichtigung oder als E-Mail, jeweils über einen eigenen Schalter, jede Meldung mit Symbol, Zeitrahmen und erfüllter Bedingung. Sind alle vier Schalter aus, protokolliert das Terminal den Vorgang trotzdem im Journal. Kerzen, die beim Hinzufügen zum Chart bereits vorliegen, meldet er nicht, und dieselbe Kerze kein zweites Mal.
Kostenlose Demo und Umgebung
Die Demo wird im Strategietester ausgeführt. Da das Terminal dort den Abruf des Kalenders nicht zulässt, spielt der Indikator eine einzelne Beispiel-Ruhephase nach und weist darauf hin:
Sample suppression window (Strategy Tester only)
Diese Beispiel-Ruhephase liegt mittig im Signalfenster und greift deshalb unabhängig davon, wie Beginn der Session, Dauer der Spanne und Länge des Signalfensters gewählt sind. Ist sie abgeschaltet, entstehen dort 19 Pfeile; ist sie eingeschaltet, bleibt der Bereich leer.
Der Indikator läuft in MetaTrader 5 im Chartfenster, auf jedem Symbol und in jedem Zeitrahmen; die Vorgabewerte sind für Gold entwickelt. Maschinell geprüft, jeweils mit dem Ergebnis null: Aufrufe von Handelsfunktionen, eingebundene DLLs, Verbindungen nach außen.
Was der Indikator nicht tut
– Er greift nicht in das Konto ein und ändert keine Position.
– Er wertet keine Handelsergebnisse aus und zeigt keine Beträge an.
– Er reagiert nicht auf die entstehende Kerze.
– Er unterdrückt im Strategietester nicht anhand echter Wirtschaftstermine.
– Er verfolgt nicht, ob der Kurs nach dem Ausbruch in die Spanne zurückkehrt.
– Er behauptet nichts über andere Symbole als Gold.
Alles Gezeichnete betrifft bereits abgeschlossene Kerzen; über den weiteren Verlauf des Kurses sagt der Indikator nichts. Der Handel an den Finanzmärkten kann zu Verlusten führen. Probieren Sie ihn zuerst in der Demo aus.
