Martingale Osw MT5
- Utilitys
- William Oswaldo Mayorga Urduy
- Version: 1.0
- Aktivierungen: 5
Benutzerhandbuch: Erweitertes Martingal-Management- und Risikokontrollsystem
Dieses Handbuch beschreibt die Funktionsweise, Konfiguration und Benutzeroberfläche des erweiterten Martingal-Order-Managementsystems. Es dient der automatisierten Positionssicherung und dem Risikomanagement in MetaTrader.
1. Einführung und Zweck
Dieses Tool fungiert als hochpräziser Order-Manager, dessen Hauptprinzip auf dem Cost-Average-Effekt basiert. Es dient dem Schutz und der Sicherung von Positionen, die sich entgegen der ursprünglichen Richtung entwickeln. Dies geschieht durch den Einsatz eines Netzwerks ausstehender Orders, um den durchschnittlichen Ausstiegspreis zu verbessern.
Im Gegensatz zu Standardsystemen integriert diese Software dynamische Break-Even- und Trailing-Stop-Algorithmen sowie eine Benutzeroberfläche für schnelle manuelle Eingriffe. So wird sichergestellt, dass das Kapitalmanagement stets Priorität hat.
2. Parameterübersicht (Eingabemenü)
Martingal-Konfiguration und -Abstand
Anzahl der Martingale: Definiert die maximale Anzahl an Hedging-Orders, die das System nach dem ersten Trade zulässt.
Abstandstyp: Hier können Sie zwischen einem festen Abstand in Punkten oder einem dynamischen Abstand basierend auf dem ATR-Indikator (Average True Range) wählen.
Abstandsbasis (Punkte): Bei Verwendung fester Punkte definiert dieser Wert den anfänglichen Abstand für die erste Absicherungsorder.
ATR-Periode: Berechnungszeitraum für die Volatilität. Ein Wert von 14 ist Standard, um sich an aktuelle Marktzyklen anzupassen und wird bei Stop-Loss-Orders verwendet.
Art der Abstandserhöhung: Bestimmt, ob nachfolgende Orders mithilfe eines Multiplikators (exponentiell) oder eines Addierers (linear) weiter auseinander platziert werden.
Abstandsmultiplikator/Addierer: Werte zur Vergrößerung des Abstands zwischen Orders in der Serie, um zu verhindern, dass eine kleine Korrektur das gesamte Netzwerk zu früh auslöst.
Volumen- und Risikomanagement
Volumenmultiplikator/Addierer: Steuert, um wie viel die Positionsgröße mit jeder neuen Order steigt (z. B. Multiplikation mit 2,0 für eine klassische Double-Dipping-Martingale-Strategie).
SL verwenden (Martingale-Ende): Bei Aktivierung berechnet das System einen globalen Stop-Loss für die gesamte Serie, der als „Kurzschluss“ fungiert und das Konto vor extremen, irreversiblen Trends schützt.
Magische Nummer: Eine eindeutige Kennung, die es dem System ermöglicht, ausschließlich seine eigenen Aufträge zu verwalten, ohne andere aktive Strategien des Nutzers zu beeinträchtigen.
Gewinnsicherung (BE & TSL)
BE (Break-Even): Sobald ein vordefinierter Gewinn erreicht ist, verschiebt das System den Stop-Loss auf den Durchschnittskurs, um weitere Verluste zu vermeiden.
TSL (Trailing Stop): Aktiviert die Gewinnverfolgung. Steigt der Kurs weiter und steigt er, wird der Stop-Loss um eine festgelegte Distanz (TSL-Schritte) nach oben verschoben, um den Gewinn zu maximieren. Dies geschieht nur, wenn der Kurs den Durchschnittskurs zuzüglich der festgelegten Distanz überschreitet.
Tägliche Kontrolle und Handelszeiten
Positiver/Negativer Stop-Profit: Hiermit können Sie tägliche Gewinn- oder Verlustziele in Echtgeld festlegen. Sobald diese Ziele erreicht sind, liquidiert das System alle Positionen und pausiert bis zum nächsten Tag.
Stündlich/Alle nach Börsenschluss schließen: Definiert das Zeitfenster für den Handel. Wenn die Schließung außerhalb der regulären Handelszeiten aktiviert ist, lässt das System keine offenen Positionen über Nacht oder am Wochenende zu.
3. Visuelle Benutzeroberfläche und Echtzeitsteuerung
Das System generiert zwei Schnellzugriffsschaltflächen am oberen Rand des Charts für die sofortige taktische Steuerung:
Schaltfläche „Alles schließen“: Schließt alle Positionen (aktive Positionen und ausstehende Systemaufträge). Eine manuelle Bestätigung ist erforderlich, um Fehler zu vermeiden.
Schaltfläche „Programm schließen“: Entfernt nur noch nicht ausgeführte ausstehende Aufträge aus dem Martingal-Netzwerk. Die Hauptposition bleibt erhalten.
4. Handelsanleitung und Workflow
Der Handelszyklus
Erkennung: Das System wird aktiviert, sobald ein offener Trade im entsprechenden Währungspaar erkannt wird.
Ausführung: Platziert umgehend ausstehende Aufträge gemäß der eingestellten Distanz (Punkte oder ATR).
Neuberechnung: Jedes Mal, wenn ein Auftrag im Netzwerk ausgelöst wird, konsolidiert das System die Risiken aller Aufträge zu einem neuen, automatisch berechneten Break-Even-Punkt.
Absicherung: Sobald die Serie profitabel wird, werden die Break-Even- oder Trailing-Stop-Mechanismen aktiviert, um das Ergebnis zu sichern.
Margin-Sicherheit: Vor der Ausführung einer Order führt das System eine Margin-Validierung durch. Reicht das verfügbare Kapital nicht aus, um die berechnete Lotgröße abzudecken, passt die Software das Volumen automatisch auf das vom Broker maximal zulässige Volumen an, um eine Orderablehnung oder einen Margin Call zu vermeiden.
5. Optimierung und Empfehlungen
Empfohlene Zeitrahmen: M15 und H1 werden empfohlen. In 1-Minuten-Zeitrahmen kann Marktrauschen die Martingal-Levels zu schnell aufbrauchen.
Marktanpassung: Nutzen Sie die Option DISTANCE_IN_A.
