Praxisleitfaden für Strifor Pivot ATR Target in MetaTrader 5

24 September 2026, 12:26
Strifor (Mauritius) Ltd
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Ein neuer Indikator macht Trading nicht automatisch besser.

Nach der Installation entsteht häufig ein anderes Problem: Auf dem Chart erscheinen mehr Parameter, Linien und Zahlen, aber es ist nicht immer klar, wie diese Informationen praktisch genutzt werden sollen.

Strifor Pivot ATR Target wurde entwickelt, um mehrere Analyseelemente in einem MetaTrader-5-Chart zu verbinden: Pivot Levels, ATR Targets und Informationen zur aktuellen Volatilität.

Bevor zahlreiche Einstellungen verändert werden, sollte zunächst verstanden werden, was die einzelnen Bereiche des Indikators zeigen.

Was zeigt Strifor Pivot ATR Target?

Der Indikator kombiniert mehrere analytische Komponenten.

Pivot Levels können potenzielle Bereiche markieren, an denen der Preis auf Unterstützung oder Widerstand treffen kann.

ATR Targets übertragen Volatilitätsinformationen in potenzielle Preisreferenzen.

Remaining hilft dabei einzuschätzen, wie viel der Bewegung bereits realisiert wurde und wie viel potenzieller Raum noch vorhanden sein könnte.

So kann der Trader nicht nur die Richtung betrachten, sondern auch fragen:

Wie viel der Bewegung ist bereits erfolgt und wie viel Potenzial könnte noch vorhanden sein?

Keines dieser Elemente sollte als garantierte Prognose betrachtet werden.

Mit welchen Einstellungen sollte man beginnen?

Nach der Installation kann die Versuchung groß sein, sofort alle Parameter zu ändern.

Besser ist ein schrittweises Vorgehen.

Je nach Konfiguration können unter anderem angepasst werden:

  • Pivot-Berechnungsmethode;

  • Berechnungsperiode;

  • ATR Timeframe;

  • ATR Period;

  • ATR Target %;

  • Darstellung der Targets;

  • visuelle Elemente.

Zu Beginn empfiehlt es sich, einen Markt, einen Zeitrahmen und eine Basiskonfiguration zu verwenden.

Anstatt ATR Period, Pivot Method und Target % gleichzeitig zu verändern, sollte zuerst beobachtet werden, wie sich der Indikator mit den Ausgangseinstellungen verhält.

Danach kann jeweils nur ein Parameter verändert werden.

Was bedeutet ATR Target %?

Ein wichtiger Parameter ist ATR Target %.

Er bestimmt, welcher Anteil des berechneten ATR zur Erstellung einer Preisreferenz verwendet wird.

Ein Beispiel: Ein 70-%-ATR-Target verwendet einen Teil der berechneten Range als analytischen Referenzwert.

Das bedeutet nicht:

  • dass der Preis bei 70 % stoppen muss;

  • dass der Markt dieses Niveau erreichen muss;

  • dass danach eine Umkehr folgt.

Ein ATR Target ist eine statistische Referenz und keine Prognose.

Die Werte 60 %, 70 % oder 80 % können daher als unterschiedliche Einstellungen zur Untersuchung des Marktverhaltens betrachtet werden.

Wie wird der Indikator vor einem Trade eingesetzt?

Die Analyse sollte nicht beim Indikator beginnen.

Zuerst braucht es eine Trading-Idee.

Zum Beispiel:

  • Trendfortsetzung;

  • Ausbruch aus einer Range;

  • Reaktion an einem Pivot Level;

  • Bewegung nach wichtigen Nachrichten;

  • Rückkehr in eine wichtige Preiszone.

Danach können mehrere Schritte folgen.

1. Pivot Levels prüfen

Wo befindet sich der aktuelle Preis?

Welche wichtigen Levels liegen in der Nähe?

Gibt es bei einem Long-Szenario einen möglichen Widerstand oder bei einem Short-Szenario eine nahe Unterstützung?

2. Volatilität bewerten

Wie viel Bewegung hat bereits stattgefunden?

Gab es gerade einen starken Impuls?

Wenn ein großer Teil der üblichen Range bereits realisiert wurde, sollte das verbleibende Potenzial genauer betrachtet werden.

3. ATR Targets prüfen

Wo liegt das ATR Target im Verhältnis zum aktuellen Preis?

Befindet es sich in der Nähe eines Pivot Levels?

Wenn mehrere Analyseparameter auf eine ähnliche Preiszone hinweisen, kann diese Zone für die weitere Untersuchung relevant sein.

4. Risk/Reward bewerten

Beispiel:

Stop Loss = 30 Punkte

Potentielles Ziel = 35 Punkte

Es gibt zwar ein Ziel, aber das Verhältnis erfüllt möglicherweise nicht die Regeln des verwendeten Systems.

In einem anderen Szenario stehen 30 Punkte Risiko einem möglichen Ziel von 80 Punkten gegenüber.

Darum sollte das ATR Target nicht isoliert betrachtet werden.

Den Indikator praktisch untersuchen

Es ist nicht notwendig, sofort die „perfekten“ Einstellungen zu finden.

Wählen Sie einen Markt und einen Zeitrahmen.

Beobachten Sie:

  • wie häufig ATR Targets erreicht werden;

  • was nach einem erreichten Target passiert;

  • wie der Preis auf Pivot Levels reagiert;

  • wie sich das Verhalten bei hoher Volatilität verändert;

  • ob Unterschiede zwischen den Handelssitzungen bestehen.

Danach kann ein einzelner Parameter geändert und erneut beobachtet werden.

Zum Beispiel lassen sich verschiedene ATR Target %-Werte miteinander vergleichen.

Das Handelssystem nicht überladen

Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viele Bedingungen hinzuzufügen.

Ein Chart mit zu vielen Indikatoren und Levels kann die Entscheidungsfindung komplizierter machen.

Deshalb kann Strifor Pivot ATR Target als zusätzliche Analyseebene eingesetzt werden.

Ein möglicher Ablauf:

Trading Idea → Pivot → Volatility → ATR Target → Remaining Potential → Risk/Reward → Decision

So bleibt die Hauptlogik des Handelssystems erhalten.

Strifor Pivot ATR Target ist kein Handelssignal

Die Aufgabe des Indikators sollte klar verstanden werden.

Er prognostiziert keine zukünftige Preisbewegung.

ATR bestimmt nicht die Marktrichtung.

Ein Pivot Level garantiert keine Umkehr.

Ein ATR Target garantiert nicht das Erreichen eines bestimmten Preises.

Der Indikator stellt berechnete und visuelle Referenzen bereit, die in ein eigenes Handelssystem integriert werden können.


Grundprinzip

Das Ziel von Strifor Pivot ATR Target für MetaTrader 5 besteht nicht darin, die Handelsentscheidung für den Trader zu treffen.

Es kann helfen, drei praktische Fragen strukturierter zu beantworten:

Wo liegt ein mögliches Hindernis?

Ist genügend Marktraum bis zum Ziel vorhanden?

Rechtfertigt das potenzielle Ergebnis das Risiko des Trades?

Wenn die Analyse keine ausreichende Grundlage liefert, kann auch der Verzicht auf einen Trade das Ergebnis einer strukturierten Analyse sein.

Die praktische Aufgabe des Tools besteht darin, Informationen zu ordnen, bevor eine unabhängige Entscheidung getroffen wird.