Pivot Points + ATR: So lassen sich Preislevels und Volatilität im Trading kombinieren
Im ersten Fall hat der Markt an diesem Tag nur 25 % seiner üblichen Handelsspanne zurückgelegt. Im zweiten Fall sind bereits 90 % erreicht.
Das R1-Level ist dasselbe. Der Trading-Kontext ist jedoch völlig unterschiedlich.
Genau deshalb reichen Preislevels allein nicht immer aus. Die Kombination aus Pivot Points und ATR kann helfen, das mögliche Bewegungspotenzial strukturierter zu beurteilen.
Was zeigen Pivot Points?
Pivot Points helfen dabei, wichtige Preisorientierungen und Bereiche zu identifizieren, an denen sich das Marktverhalten potenziell verändern kann.
Zu den klassischen Pivot Levels gehören:
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Pivot;
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R1, R2 und R3 als potenzielle Widerstandslevels;
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S1, S2 und S3 als potenzielle Unterstützungslevels.
Sie helfen dabei, einen Chart zu strukturieren und wichtige Preisbereiche sichtbar zu machen.
Allerdings berücksichtigen Pivot Levels die aktuelle Marktvolatilität nicht.
Ein Level kann 30 oder 100 Punkte vom aktuellen Preis entfernt sein. Der Pivot selbst beantwortet nicht die Frage, wie realistisch eine Bewegung bis zu diesem Level unter den aktuellen Marktbedingungen ist.
Hier kommt der ATR ins Spiel.
Was zeigt der ATR?
ATR steht für Average True Range und wird verwendet, um die durchschnittliche Volatilität eines Instruments einzuschätzen.
Vereinfacht gesagt:
Pivot beantwortet die Frage: Wo könnte ein wichtiger Preisbereich liegen?
ATR hilft bei der Frage: Welche Bewegungsrange ist für diesen Markt typisch?
Zusammen ermöglichen beide Ansätze eine praktischere Frage:
Wie realistisch ist eine Bewegung vom aktuellen Preis bis zum nächsten wichtigen Level?
Der ATR zeigt dabei weder die Marktrichtung noch ein Kauf- oder Verkaufssignal.
Warum ist das für Take Profit wichtig?
Nehmen wir an, ein Trader setzt einen Stop Loss von 30 Punkten und möchte 60 Punkte Gewinn erzielen.
Auf dem Papier ergibt sich ein attraktives Risk/Reward-Verhältnis von 1:2.
Jetzt kommt der Marktkontext hinzu.
Das nächste wichtige Pivot Level liegt nur 35 Punkte entfernt, während bereits ein großer Teil der typischen Tagesrange erreicht wurde.
In diesem Fall könnte ein Ziel von 60 Punkten zu optimistisch sein.
Das Problem liegt möglicherweise nicht beim Take Profit selbst.
Vielleicht befindet sich der Einstieg bereits zu weit innerhalb der laufenden Bewegung.
Deshalb können neben dem gewünschten Risk/Reward-Verhältnis auch folgende Faktoren berücksichtigt werden:
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Abstand zu den Pivot Levels;
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bereits realisierte Bewegung;
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aktuelle Volatilität;
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verbleibendes Bewegungspotenzial.
Wie funktioniert die Kombination aus Pivot + ATR?
Vor einem Trade können mehrere Faktoren betrachtet werden:
1. Pivot Levels
Wo befinden sich die nächsten potenziellen Unterstützungs- und Widerstandslevels?
2. Preisreaktion
Wie reagiert der Markt, wenn sich der Preis diesen Levels nähert?
3. Bereits realisierte Bewegung
Wie viel der typischen Range wurde bereits zurückgelegt?
4. ATR und ATR Targets
Welche Bewegung ist für das Instrument typisch und welche volatilitätsbasierten Orientierungspunkte können genutzt werden?
5. Abstand zum Ziel
Ist zwischen dem aktuellen Preis und dem nächsten wichtigen Level ausreichend Platz?
6. Risk/Reward
Passt das potenzielle Gewinnziel zum tatsächlichen Marktkontext?
Dieser Ansatz macht die Analyse nicht zu einer exakten Formel. Er soll den Entscheidungsprozess strukturieren.
Strifor Pivot ATR Target
Für eine solche Analyse kann Strifor Pivot ATR Target in MetaTrader 5 eingesetzt werden.
Der Indikator kombiniert:
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Pivot Levels;
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ATR Targets;
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Informationen zur Volatilität;
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Orientierungspunkte für das mögliche Bewegungspotenzial.
Das Ziel des Tools ist nicht, ein fertiges Buy- oder Sell-Signal zu liefern. Stattdessen soll es zusätzlichen Marktkontext für eine eigenständige Analyse bereitstellen.
Praktisches Beispiel
Angenommen, der Preis bewegt sich nach oben in Richtung R1.
R1 befindet sich noch 40 Punkte entfernt.
Wenn während der aktuellen Session erst ein kleiner Teil der üblichen Range realisiert wurde, kann eine Bewegung bis R1 aus Sicht der Volatilität plausibel erscheinen.
Hat der Markt dagegen bereits den Großteil seiner typischen Range zurückgelegt, verändert sich die Situation.
Das Level ist unverändert.
Der Kontext ist jedoch ein anderer.
Pivot Points + ATR sind kein fertiges Handelssystem
Die Kombination aus Pivot Points und ATR bestimmt nicht automatisch Ein- und Ausstiegspunkte.
Pivot Levels garantieren keine Umkehr.
ATR prognostiziert nicht die Marktrichtung.
ATR Targets bedeuten nicht, dass der Preis ein bestimmtes Level zwingend erreicht.
Diese Werkzeuge sind zusätzliche Elemente der technischen Analyse.
Fazit
Pivot Points und ATR erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Pivot Points zeigen wichtige Preisorientierungen.
ATR hilft bei der Einschätzung der typischen Bewegung und der aktuellen Volatilität.
Zusammen ermöglichen sie eine strukturiertere Betrachtung von Level, Abstand und möglichem Bewegungspotenzial.
Genau diese Idee steht hinter Strifor Pivot ATR Target.
Im Rahmen seiner Mission für eine Kultur des bewussten Tradings entwickelt der Strifor Broker kostenlose praktische Tools für die Marktanalyse. Die Strifor Tools stehen über den MQL5-Service zum Download zur Verfügung und können mit MetaTrader 5 genutzt werden.
Nutzen Sie Pivot Points und ATR nicht als „Signal-Button“, sondern als zusätzliche Informationen für Ihre eigene Marktanalyse.


