Diskussion zum Artikel "Entwicklung des Price Action Analysis Toolkit (Teil 57): Ein Modul zur Klassifizierung von Marktzuständen in MQL5"
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Neuer Artikel Entwicklung des Price Action Analysis Toolkit (Teil 57): Ein Modul zur Klassifizierung von Marktzuständen in MQL5 :
Bevor wir die Marktzustände im Zusammenhang mit der Price Action untersuchen, ist es sinnvoll, mit einem bekannten wissenschaftlichen Konzept zu beginnen: den Zuständen der Materie. Materie ist alles, was Masse hat und Raum einnimmt, und sie kann je nach innerer Energie und äußerem Druck in verschiedenen physikalischen Zuständen existieren. Diese Zustände werden gemeinhin als fest, flüssig und gasförmig bezeichnet.
In einem festen Zustand besitzen die Teilchen eine relativ geringe Energie. Sie sind dicht gedrängt und stark gebunden, was ihre Bewegungsfreiheit einschränkt. Mit zunehmender Energie werden diese Bindungen schwächer, und die Materie geht in einen flüssigen Zustand über, in dem die Teilchen eng beieinanderliegen, aber nicht mehr starr fixiert sind. Bei weiterem Anstieg der Energie werden die Teilchen hochaktiv und zerstreuen sich frei und bilden einen gasförmigen Zustand.
Ein wichtiger Grundsatz ist, dass sich der Stoff selbst nicht verändert, sondern nur sein Zustand. Wasser bleibt Wasser, egal ob es eisig, flüssig oder dampfförmig ist. Was sich ändert, ist die innere Energie und die Art und Weise, wie sich diese Energie durch Struktur und Bewegung ausdrückt. Dieser Grundsatz bietet einen nützlichen Rahmen für die Interpretation des Marktverhaltens. Der Preis selbst bleibt derselbe, drückt jedoch je nach internen Bedingungen wie Volatilität und struktureller Organisation unterschiedliche Verhaltenszustände aus. Diese Zustände beschreiben, wie sich der Markt verhält, nicht wohin er sich entwickelt.
Vom physischen Zustand zum Marktzustand
Das nachstehende Diagramm veranschaulicht, wie die Zustände der Materie als Analogie für Marktzustände verwendet werden, wobei der Schwerpunkt eher auf Volatilität und strukturellem Zwang als auf Richtungstrends liegt.
Autor: Christian Benjamin