Diskussion zum Artikel "Trading-Disziplin in Code umsetzen (Teil 2): Entwicklung eines MQL5-Systems zur Durchsetzung eines täglichen Handelslimits für alle Trades in MQL5"
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Neuer Artikel Trading-Disziplin in Code umsetzen (Teil 2): Entwicklung eines MQL5-Systems zur Durchsetzung eines täglichen Handelslimits für alle Trades in MQL5 :
Die Begrenzung der Anzahl der Trades pro Tag ist eine der einfachsten Regeln zur Risikokontrolle, die ein Trader festlegen kann. In der Praxis ist es jedoch auch eine der Regeln, die am leichtesten verletzt werden. Dies gilt nicht nur für Trader, die nach eigenem Ermessen handeln, sondern auch für Konten, auf denen mehrere Expert Advisors gleichzeitig für verschiedene Symbole eingesetzt werden. Eine Regel wie „nicht mehr als N Eröffnungen pro Tag“ verliert schnell an Wirksamkeit, wenn der Marktdruck zunimmt, die Performance schwankt oder mehrere Strategien unabhängig voneinander und ohne Abstimmung agieren.
Das Kernproblem ist nicht mangelnde Disziplin, sondern die fehlende Durchsetzung auf Kontoebene. MT5 bietet standardmäßig keinen zentralen Mechanismus, der festlegt, was als Einstieg gilt, wie ein Handelstag gemessen wird oder was geschehen muss, sobald ein vordefiniertes Limit erreicht ist. Ohne genaue Definitionen – ob ein Einstieg auf DEAL_ENTRY_IN, Positionen oder Orders basiert; ob die Sitzung um Servermitternacht oder zu einem benutzerdefinierten Zeitpunkt zurückgesetzt wird; ob die Regelung für alle Symbole gilt – bleibt die Regel eher konzeptioneller als struktureller Natur.
In diesem Artikel wird ein „Daily Trade Limit Enforcer“ in MQL5 entwickelt, der auf Kontoebene eingesetzt werden soll. Das System zählt bestätigte Einstiegs-Deals innerhalb eines konfigurierbaren Sitzungsfensters, überwacht die Handelsaktivitäten für alle Symbole und setzt das Limit automatisch durch. Sobald der festgelegte Schwellenwert erreicht ist, werden neue ausstehende Orders gelöscht und neu eröffnete Positionen geschlossen, während bestehende Positionen, die vor Erreichen des Schwellenwerts eröffnet wurden, davon unberührt bleiben.
Autor: Christian Benjamin